Warum die Thermografie gut für Ihr Geschäft ist

Anwendungsbericht für Wärmebildkameras

Thermografie ist im Laufe der Zeit immer erschwinglicher und bedienungsfreundlicher geworden und hat eine immer größere Verbreitung gefunden. Das heißt auch, dass die Mehrheit unserer Kunden schon davon gehört hat.

Wärmebildkameras erzeugen Wärmebilder der aufgenommenen Objekte, sodass der Kunde den Nutzen von dieser Werkzeuge sofort erkennen kann. Bei einem Gang durch eine Anlage finden Sie normalerweise mindestens eine Komponente, die demnächst ausfällt. Dies ist ein überzeugendes Argument, das ohne Weiteres Grundlage für eine Geschäftsbeziehung bilden kann.Ihr Vorteil als Auftragnehmer besteht darin, dass Sie umfangreiche Erfahrungen mit vielen Arten von Anlagen und Ausfallszenarien haben. Wie bei allen anderen

Fehlersuchsituationen muss die Person hinter der Wärmebildkamera bei der Analyse der Messwerte auf ihren Erfahrungsschatz zurückgreifen. Wenn dieser Teil des Schaltschranks heiß ist, muss ich dann die Anschlüsse oder den Verbraucher untersuchen?Darüber hinaus ist die Einbeziehung der Thermografie sinnvoll, wenn Sie bereits mit der regelmäßigen Instandhaltung und Fehlersuche beauftragt sind. Sie kennen die Anlage bereits und wissen, welche Geräte für den Anlagenbetrieb von entscheidender Bedeutung sind. Sie können bei Ihren regelmäßigen Instandhaltungsarbeiten die Wärmebilduntersuchungen einfach zusätzlich durchführen und haben das Messgerät zur Verfügung, wenn Sie zur Fehlersuche gerufen werden. Außerdem sind Sie als Elektriker in einzigartiger Weise für das Arbeiten unter Spannung qualifiziert. Das ist bei Thermografieexperten nicht der Fall ist, und sie benötigen Unterstützung durch den Kunden.

Typische Anwendungsgebiete

Elektrofirmen setzen Wärmebildkameras normalerweise zur vorausschauenden Instandhaltung, zur Fehlersuche und manchmal auch während der Montage ein.Bei der vorausschauenden Instandhaltung nimmt der Auftragnehmer Wärmebilder wichtiger Anlagenteile (Schaltschränke, Frequenzumrichter, Motoren usw.) mindestens einmal jährlich, wenn nicht öfter, auf und vergleicht diese Bilder mit den zuvor aufgenommen. Heiße Stellen, die beim letzten Mal nicht festgestellt wurden, weisen auf in der Entstehung begriffene Probleme hin, die untersucht werden müssen, bevor sie zu Ausfällen führen. Mit der in die Wärmebildkamera integrierten Software können Sie die Bilder nacheinander ausrichten, sodass brauchbare Vergleiche möglich sind.Wenn Sie diesen Vorschlag einem Kunden unterbreiten, sollten Sie noch weitere Punkte berücksichtigen:

– Bestandteil der Ausfallmechanismen bei den meisten Anlagenteilen ist ein deutlicher Anstieg der Betriebstemperatur, der lange vor einem Ausfall auftritt.
– Wärmebilder werden am besten bei in Betrieb befindlichen Anlagenteilen aufgenommen.

Das Herunterfahren der Anlage ist nicht notwendig.
– Wärmebilder werden aus einer sicheren Entfernung aufgenommen. Dadurch entstehen nur minimale Sicherheitsrisiken (außer Wärmebildaufnahmen bei unter Spannung stehenden Anlagenteilen, bei denen nach wie vor die Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen erforderlich ist).
– Mithilfe von Wärmebildkameras sind Komponenten zugänglich, bei denen sonst keine Messungen durchgeführt werden können, beispielsweise bei Raumdecken.
– Mit Temperaturmessungen lassen sich unmittelbar bevorstehende Ausfälle bei nahezu allen Anlagenteilen erkennen, an der Schaltanlage, an der Mechanik, im Prozess, an der Elektronik usw.
– Da Wärmebilduntersuchungen schnell durchzuführen sind, können sie bei mehr Anlagenteilen vorgenommen werden und zum Auffinden von Problemen in Bereichen beitragen, die man normalerweise ignorieren würde.

Bei der Fehlersuche kann man durch die Aufnahme eines Wärmebildes bei einer gestörten Komponente oftmals die Quelle des Problems erkennen. Heiße Stellen in der Schaltanlage können auf die Phase oder den Anschluss hinweisen, die bzw. der überprüft werden muss, heiße Stellen bei Motoren können unter Umständen auf die Lager eingegrenzt werden usw. Nach der Reparatur lässt sich mit einem weiteren Wärmebild überprüfen, ob sich die Komponente immer noch zu stark erwärmt.

Nachstehend finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Anwendungsmöglichkeiten:
– Stromverteilungssysteme: Dreiphasensysteme, Schaltschränke, Sicherungen, Verkabelung und Anschlüsse, Unterverteilungen, elektrische Betriebsräume usw.
– Elektromechanische Ausrüstung: Motoren, Pumpen, Lüfter, Kompressoren, Lager, Wicklungen, Getriebe und Fördereinrichtungent Prozessinstrumentierung: Komponenten der Prozesssteuerung, Rohre, Ventile, Kondensatabscheider und Tanks/Behältert
-Gebäudeinstandhaltung: HLK-Anlagen, Gebäude, Dächer und Dämmung

Weitere Informationen über Fluke-Wärmebildkameras finden Sie unter www.fluke.com/infraredcameras

Funktionsweise

Einstiegsmodelle von Wärmebildkameras sind heutzutage kompakt, bedienungsfreund-lich und erfordern nur ein Minimum an Schulungsaufwand. Wärmebildkameras von Fluke sind mit der IR-Fusion®*-Technologie ausgestattet, bei der ein Sichtbild mit dem Wärme-bild überblendet wird, um die Erkennung und Analyse sowie die Verwaltung der Bilder zu verbessern.Das Aufnahmen eines Wärmebild ist sehr einfach: Bildausschnitt auf gewünschtes Objekt richten, fokussieren und auf den Auslöser drücken. Nach Abschluss der Untersuchung können Sie die Wärmebildkamera einfach an den Computer anschließen, die Bilder in die mitgelieferte Software hochladen, um sie genauer zu analysieren, und Ihre Feststellungen in Berichten dokumentieren. Auf den präzise ausgerichteten überblendeten Bildern sind Details in jeder Entfernung viel leichter erkennbar. Dadurch können leichter Entscheidungen darüber getroffen werden, wo weitere Untersuchungen erforderlich sind.In den folgenden Abschnitten dieses Artikels finden Sie weitere Punkte, die bei der Auf-nahme von Wärmebildern zu beachten sind.

Emissionsgrad

Bei der Messung der Oberflächentemperatur wird in Wirklichkeit die Infrarotenergie gemes-sen, die durch das betreffende Objekt emittiert wird. Der Emissionsgrad gibt an, in welchem Ausmaß die Oberfläche Energie emittiert. Der Standard-Emissionsgrad der meisten orga-nischen Materialien und lackierter oder oxidierter Oberflächen beträgt 0,95. Bestimmte Materialien wie zum Beispiel Beton und glänzende Metalle sind schlechtere Quellen abge-strahlter Energie, denn ihre abgestrahlte Energie entspricht nicht genau ihrer wirklichen Oberflächentemperatur. Für die genaue Temperaturmessung bei Objekten wie beispielsweise Sammelschienen und großen Elektroanschlüssen aus Metall müssen Sie den Wert des Emis-sionsgrades an der Wärmebildkamera einstellen.Die Emissionsgrade vieler Materialien können aus Tabellen entnommen werden. Wenn der Emissionsgrad eines Objekts in einer Tabelle zu finden ist, können Sie die Wärme-bildkamera entsprechend einstellen. Sie können aber auch lernen, den Emissionsgrad einzustellen, während Sie das Bild aufnehmen. Beispielsweise könnte der Emissionsgrad bei glänzenden Kappen von Sicherungen nur 0,6 betragen. Wenn Ihnen dieser Wert bekannt ist, können Sie den Emissionsgrad der Wärmebildkamera von 0,95 in 0,6 ändern und so die tatsächliche Temperatur sehen.

Messwert und Messspanne

Wenn das Wärmebild einen weiten Bereich von Temperaturen enthält, können Sie sich mit der Einstellung von Messwert und Messspanne auf die wichtigsten Temperaturen konzentrieren.Die meisten Anwender arbeiten mit dem Automatikmodus, bei dem die Wärmebildka-mera den Temperaturbereich auf der Grundlage der Temperaturverhältnisse im angezeigten Wärmebild automatisch zuweist. Wenn die Wärmebildkamera einen Bereich zwischen 80 °C und 120 °C erfasst, zeigt die Kamera automatisch einen Temperaturbereich zwischen 75° und 125° an.Wenn die Kamera im Automatikmodus jedoch auf eine Szenerie gerichtet ist, bei der sich im Vordergrund ein kaltes Objekt und im Hintergrund ein heißes Objekt befindet, wird die Farbpalette über einen breiten Bereich von Temperaturen gespreizt, wodurch sich die Auflösung verschlechtert. In solchen Fällen können Sie Messwert und Messspann manuell anpassen, um genau die Temperaturen des heißen oder kalten Objekts anzuzeigen.

Pixel als Maß für die optische Auflösung

Ein Bildschirm und ein Wärmebild mit hoher Auflösung durch mehr Pixel sehen schärfer aus und sind aussagefähiger. Pixel kosten jedoch Geld – je höher die Auflösung des von der Kamera aufgenommenen Bildes, desto teurer wird die Wärmebildkamera. Wenn Sie haupt-sächlich nach heißen Stellen in Schaltanlagen und mechanischen Komponenten suchen, benötigen Sie sehr wahrscheinlich nicht die höchste erhältliche Auflösung. Sie benötigen eine ausreichend hohe Auflösung, um eine Komponente mit einer anderen oder mit früher aufgenommen Bildern zu vergleichen. Für diese Zwecke reichen die Einstiegsmodelle der Kameras aus.

Software

Zu jeder Kamera, die Sie kaufen, benötigen Sie Software. Hierbei sind die folgenden wich-tigen Punkte zu beachten: Ist die Software im Preis inbegriffen? Sind außerdem spätere Updates kostenlos? Müssen Sie Lizenzen erwerben, damit mehrere Teammitglieder die Soft-ware laden können? Können mit der Software ohne großen Aufwand übersichtliche Berichte für Kunden erzeugt werden? Diese Fragen sind von hoher Bedeutung, weil eine gute Soft-ware Ihre Arbeit verbessert und Ihre Kunden mit den Ergebnissen zufriedener sind.

Zusammenfassung
Es gibt wirklich nichts, was Sie vom Kauf einer Wärme-bildkamera abhalten könnte. Auftragnehmer können ohne Weiteres erschwingliche Wär-mebildkameras kaufen, den Anwendern die Grundlagen schnell vermitteln und das Mess-gerät sofort einsetzen und auf diese Weise ihren Kundendienst verbessern. Je häufiger Sie das Gerät nutzen, umso besser werden Sie damit vertraut.
*Nicht bei allen Kameramodellen erhältlich. Diese Funktion steht bei allen Modellen in der mitgelieferten Software SmartView ® zur Verfügung.

Bild und Medienquelle: www.voltimum.de

Hier geht´s zum PDF Anwendungsbericht

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