Energieeffizienz der Gebäudeautomation ermitteln und bewerten (Teil 01)

Gebäudeautomation hilft, Energie zu sparen.

Aber wie groß ist das tatsächliche Einsparpotenzial?
Welche Gewerke sollten wie intensiv automatisiert werden?
Wo ist das „Optimum“ des Automationsgrades, um über die Einsparungen möglichst schnell eine Amortisation der Investitionen zu erreichen?
Mit diesen Fragen befassen sich der aktuelle und der nächste „Tipp des Monats“. Im aktuellen Tipp wird eine Checkliste vorgestellt, die die relevanten Fragen stellt. Der nächste Tipp behandelt die einfache und pragmatische Auswertung samt Abschätzung des zu erwartenden Einsparpotenzials.

Fragebogen auf Basis der EN 15232

Zur Abschätzung der Energieeinsparungen durch Gebäudeautomation (GA) existiert die europäische Norm EN 15232. Mit Hilfe einer Checkliste können Gebäude in GA-Energieeffizienz-Klassen eingeteilt werden. Durch den (späteren) Vergleich von Ist- und Soll-Ausstattung lässt sich auf Basis dieser Norm abschätzen, wie groß die mögliche Reduktion des Energiebedarfs durch die (weitere) Einführung von Gebäudeautomation ist. Dies wiederum ist für eine sinnvolle Investitionskostenentscheidung wichtig!

Die im Folgenden vorgestellte Checkliste basiert auf der EN 15232:2017 (Version von 2017). Dabei ist diese textlich angepasst, um die Lesbarkeit und somit Anwendbarkeit zu erhöhen. In Ergänzung zur Norm werden wenige zusätzliche Fragen gestellt, die zur späteren Auswertung erforderlich sind (z.B. Frage nach Passivhausstandard, Existenz diverser Anlagentechnik etc.).

In der Checkliste ist zu jeder Antwortmöglichkeit bereits aufgeführt, zu welcher GA-Effizienzklasse ein Beitrag geleistet wird. Diese GA-Effizienzklassen sind in der EN 15252 wie folgt festgelegt:

Klasse A: hoch energieeffizientes Gebäudeautomationssystem (GA-System) und Technisches Gebäudemanagement (TGM)
Klasse B: erweitertes GA-System und einige spezielle TGM-Funktionen
Klasse C: Standard GA-System
Klasse D: GA-System, das nicht energieeffizient ist

Die Checkliste ist als PDF-Formular verfügbar. D.h. die Checkliste kann nicht nur ausgedruckt, sondern auch direkt am PC ausgefüllt werden.

 

Achtung: Formularfunktion ist nicht immer bei dem vom Browser unterstützten Programm möglich.

Sollte die Formularfunktion nicht eingeschaltet sein, gehen Sie wie folgt vor: Auf Link klicken -> im Fragebogen oben rechts auf „Mit anderem Programm ansehen“ klicken -> „Öffnen mit Adobe Acrobat Reader“ auswählen und „OK“ bestätigen

Zudem kann in der Checkliste sowohl der Ist- als auch ein Soll-Zustand erfasst werden. Da zu jeder Antwortmöglichkeit bereits angezeigt ist, zu welcher GA-Effizienzklasse ein Beitrag geleistet wird, ist bereits beim Ausfüllen des Ist-Zustandes ersichtlich, wo möglicherweise Verbesserungspotenzial vorliegt.

Die Auswertung der Checkliste sowie Abschätzung des zu erwartenden Einsparpotenzials als auch die Überleitung in funktionale Anforderungen (für Ausschreibungen, Lastenhefte oder Erläuterungsberichte) wird im nächsten „Tipp des Monats“ behandelt.

 

 

 

Quelle: www.igt-institut.de

Über das Institut für Gebäudetechnologie
Das IGT (Institut für Gebäudetechnologie GmbH) ist ein unabhängiges Institut im Umfeld energieeffizienter Gebäude mit dem Fokus auf Gebäudeautomation und Energiemanagement. Der Schwerpunkt liegt darin, das Thema Gebäudeautomation über pragmatische Vorgehensweisen und Hilfsmittel für die Praxis anwendbar zu gestalten.
IGT – Institut für Gebäudetechnologie GmbH
Prof. Dr. Michael Krödel
Telefon: 089 / 66 59 19 73
Mail: info@igt-institut.de
Web: www.igt-institut.de

 

 

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